Eine Sauna ist ein Holzraum, welcher stark beheizt ist und in dem sich Menschen entspannen können. Die Temperatur wird mittels eines Ofens (Holzofen oder Elektroofen) erhöht. Diese liegt zwischen 80 °C und 100 °C. Da die Temperatur in höheren Lagen der Sauna deutlich höher ist, ist eine Sauna in zwei bis drei Stufen gegliedert.
Das "Saunen" zählt wohl zu den beliebtesten Entspannungsmethoden in Deutschland. Der Grundgedanke des Saunierens ist die Reinigung des Körpers. Insgesamt stärkt es das vegetative Nervensystem und wirkt prophylaktisch gegenüber Erkältungskrankheiten. Des Weiteren kann sich auch das Hautbild nach mehreren Saunagängen deutlich verbessern.
Um die gefühlte Temperatur zu erhöhen, beziehungsweise zu halten, wird Wasser auf heiße Steine, welche sich auf den Öfen befinden, geschüttet. Diesen Prozess nennt man "Aufguss". Oft wird der Aufguss mit Düften verbunden ( mittels ätherischen Ölen). Hauptsächlich werden Saunen nackt betreten. Es gibt allerdings auch so genannte Textilsaunen. Bei diesen Saunen wird die Saunazeremonie mit bedeckten Körper praktiziert.
Es gibt verschiedenste Arten von Saunen. Das Dampfbad (Caldarium, Hammam oder Banja), die Blocksauna, die Rauchsauna, die Erdsauna oder die Höhlensauna. Die wohl bekannteste Sauna ist die finnische Sauna. In Finnland besitzt nahezu jedes Haus ein zusätzliches Saunahaus. Traditionell ist eine finnische Sauna meist ein separates Blockhaus. Dient die Saunazeremonie hierzulande als Wohlfühlgenuss, ist es in Finnland Tradition und Identität. Wer zu einem Saunagang eingeladen wird, für den ist es eine Auszeichnung und ein starker Vertrauensbeweis. An einigen Orten in Finnland wird die Sauna auch als Mittel genutzt, um für soziale Kontakte zu sorgen. Beispielsweise werden Geschäftsverhandlungen oft in einer Sauna ausgeführt.
Doch worin liegt der genaue Unterschied zwischen der finnischen Sauna und den anderen? Zum einen steht in einer finnischen Sauna immer ein hölzener Eimer mit viel Wasser für den Aufguss. Traditionell wird der Aufguss nicht mit ätherischen Ölen verfeinert. Allerdings ist anzumerken, dass auch die Finnen zu den modernen und toleranten Menschen zählen, daher wird in manchen Regionen Duftöl direkt in die Schöpfkelle gegeben und dann wird der Aufguss vollzogen. Prinzipiell wird eine finnische Sauna nackt betreten. Bei uns trifft dies immer weniger zu, da oft eine gewisse Abneigung, gerade bei jungen Menschen in einer gemischten Sauna, gegenüber das Nacktsaunen empfunden wird. Das man in einer finnischen Sauna nackt ist hat einen tiefgründigen Sinn: Jeder Mensch ist gleichgestellt und hat nichts zu verbergen! Aus diesem Grunde werden auch (die oben erwähnten) Geschäftsverhandlungen oftmals in einer Sauna vollzogen. Weiterhin erreicht die Temperatur, beispielsweise in einer finnischen Rauchsauna, selten über 80 °C. Während des Saunaganges werden oft Birkenzweige als eine Art "Peitsche" benutzt. Diese dienen, durch leichte Schläge auf den Rücken, für eine Massageähnliche Entspannung. Die Finnen halten sich auch nicht an geregelte Zeiten in der Sauna. Wem es zu heiß wird, so dass er sich unwohl fühlt, der solle lieber rausgehen und sich abkühlen. Es soll kein Konkurenzkampf herrschen, wer wohl am längsten in der Sauna aushält!
Die finnische Sauna zählt wohl zu der populärsten (wenn auch in anderen Ländern jeweils kulturell angepasst) Saunavariante. Dies spiegelt sich in zahlreichen Ländern und Kulturen wider.